03 Xi'an

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Tag 8

Xi’an ist wohl nicht mehr so Tier 1. Das bezahlen mit der Karte funktioniert nicht in der Metro, Alipay fordert die Authentifizierung der Identität, wir müssen uns wie Hinterwälder ein Ticket ziehen. Der Weg zum Hostel, in dem wir für 1,30€ nächtigen werden, eröffnet die ersten Einblicke in fahnendrapierte Marktgässchen hinter Torbögen - Pilou’s - im Tang-Stil. Neo-chinesische Gegenwartsbauten integrieren die oft ziegelgedeckten Walmdächer mit geschwungenen Traufen, die an alte Pagoden und Tempel erinnern. Die Bleibe selbst liegt abseits der Hauptstraße, in einem niedrig Bebauten von Wäscheleinen behangenem Gässchen versteckt. Die Hippe Rezeption in Café Format aus dem softe amerikanische Produktionen erklingen, verspricht eine top Einrichtung. Unser Zimmer erreichen wir indem wir durch einen Anreiner stapfen. Der überpünktliche Nachtzug hat uns zwar ausgeruht, aber klebrig und miefend ausgespuckt und so steuern wir gleich die duschen an… hinter der schäbigen Klemm-Tür lauert eine grässliche Abort-Brausekopf Chimäre. Ihre Höhle ist rund um das Plumsloch mit Ziesenstümmeln bestückt, Stuhlgang Spritzer lassen vermuten das Pollock hier sein Atelier eingerichtet hat. Ein mit milchweißem Wasser gefüllter Müllkrug treibt Kot-Schwimmer an die Oberfläche.

Durch Rafas Schrubben und Tonis Crocs wird der Duschgang erträglich. In der Lobby dann ein wirklich guter Kaffee – zu europäischen Preisen – und wir brechen zu den Sehenswürdigkeiten auf.

Jedes Abbiegen von der Hauptstraße in eine der schmalen Gassen eröffnet neue Eindrücke: buddhistische neben muslimischen Vierteln, Pfützen in Straßentrümmer- Mosaiken, der Duft von Räucherstäbchen mischt sich mit dem von frisch gegrilltem Fleisch. Mit großer Erwartung greifen wir zu unseren ersten Happen – doch gleich landen Teelöffel voll MSG, „the Dictator of Flavor“, in unseren Schüsseln. Auch das trockene Gebäck, ein Stück die Straße hinauf, mit seiner öden Hefewürze kann uns nicht überzeugen.

Wir laufen weiter, vorbei am Drumtower, und erreichen schließlich das Südtor der Stadtmauer von Xi’an – mit 13,7 Kilometern die längste vollständig erhaltene Stadtmauer Chinas, ein gewaltiges Bollwerk aus der Ming-Dynastie, das einst die alte Hauptstadt Chang’an schützte. Oben leihen wir uns die wohl am schlechtesten gepflegten Fahrräder der Stadt. Bei jedem rhythmischen Tritt ertönt eine eigene Quietschmelodie, die bald schon wie eine Begleitmusik durch die alte Kaiserstadt klingt. Nach anderthalb Stunden haben wir drei Viertel der Mauer umrundet und geben unsere klapprigen Räder am Osttor zurück.

Wallende, blutrote Kleider fließen die Treppen der alten Stadtmauer hinunter. Unter Ölpapierschirmen schauen Huadian-Gesichter hervor. Teilweise fächeln die Kurtisanen mit dekorierten shànzi oder posieren mit jian-Schwertern aus den Auslagen der umliegenden Basare. Das Cosplay in traditionellen Trachten war uns schon in den historischen Stätten Beijings aufgefallen, aber in Xi’an säumen die kostümierten Damen mit ihrem Hofstaat schmieriger Fotografen überall die Straßen.

Die Recherche ist unergiebig und uneindeutig. Es handelt sich bei dem beliebten Hobby wohl um eine Mischung aus Hanfu-Bewegung (Renaissance traditioneller Han-Kleidung), Tourismus-Inszenierung und Social-Media-Ästhetik. Die Kostüme sind historisch inspiriert, nicht streng epochen- oder ortsgetreu; oft verschmelzen Stile oder orientieren sich an TV-Dramen.

Seit den 2000er-Jahren wächst eine Szene junger Leute, die Hanfu (vor-Qing-Kleidung der Han-Chines*innen) im Alltag, auf Treffen und Reisen tragen – als Mode, Hobby und Ausdruck von Kulturbezug. In vielen Sehenswürdigkeiten sind Studios entstanden, die Komplettpakete (Kostüm + Make-up + Shooting) anbieten – besonders populär in der Tang-Kulisse Xi’ans oder in Pekinger Parks. Orte und Anbieter bewerben das offensiv; gleichzeitig regulieren manche Pekinger Parks professionelle Shootings, um Störungen zu vermeiden.

Hype-Serien wie Story of Yanxi Palace (Qing-Hof) oder The Longest Day in Chang’an (Tang) haben konkrete Foto-Spots, Kostümtrends und Themenstraßen befeuert; Xi’an hat sogar einen eigenen „Chang’an“-Themenblock. Meist werden Rollenbilder oder Dynastie-Stile dargestellt (z. B. „Tang-Dame“, „Qing-Konkubine“) – keine exakt belegten historischen Individuen. Viele Looks sind Mischungen aus Recherche, Mode und TV-Ästhetik; Vermietungen stylen bewusst „filmisch“. Xi’an inszeniert Tang-Alltag, Peking eher Hof-Motivik der Qing, Shanghai die republikanische Moderne mit Qipao.

Unten stoßen wir auf einen Flohmarkt, der offensichtlich nur das anbietet, was wirklich wegmuss: Filmvhdn CD-ROMs und DVDs mit Schmuddelfilmchen , Lochmünzen, Kitschschmuck, Vasen, Mao-Reliquien und allerhand Gruscht, von älteren Herren und Damen auf Decken ausgeschüttet. Doch schnell werden Lukas und Rafael selbst zur Attraktion. Ein Mann zückt Stift und Papier, beginnt, uns Botschaften in Kanji zu notieren. Wieder Missverständnisse. Spätestens nach der dritten Notiz hat sich ein halber Platz um uns versammelt. Lukas lässt eine Transkriptions-App mitlaufen – mit erstaunlichen Ergebnissen. 1 Die Männer wirken höchst zufrieden, als sie erfahren, dass wir Deutsche und keine Russen sind (wie einer zuvor mit einem Bild von Putin angedeutet hatte). Nach ein paar Gesten über Fußball und Mercedes-Benz legt sich der Trubel schließlich, und wir werden Zeugen eines alltäglichen Schauspiels: des Müllspektrums.

Hier in China scheint etwa jeder vierte männliche Rentner auf einem klapprigen dreirädrigen Mülltransporter unterwegs zu sein. An den Müllhäusern wird der gesammelte Abfall in größere Fahrzeuge mit hydraulischer Presse umgeladen. Ein faszinierendes Schauspiel der urbanen Logistik.

Wir schlendern weiter durch die östlichen Gassen der Altstadt: ruhige Wohnviertel, zahlreiche Baustellen, wenig Grün. Schließlich landen wir in einem kleinen Nudelrestaurant. Der Inhaber scheint die Reinkarnationen des dicken lachenden Budai zu sein - diesem frivol pilgernden Bettelmönch des 10. Jhd..

In dem bisher wohl größte supermarktförmigen Laden, lernen wir die wahrscheinlich älteste Frau des Planeten kennen. Die kleine Kreatur verdeutlicht uns unter wehleidigen Fabulierungen, dass sie mit ihrem Einkaufswagen zwischen Kiste und Kühlfach stecken geblieben ist. Als die gestikulierten Hieroglyphen entziffert sind steigt der rothaarige Atlas über die Frau hinweg und hebt die Welt aus den Angeln, um der armen Antiquität den Weg frei zu räumen. Ein Foto fängt die rührige Dankes Szene ein.

Die Provinz Shanxi gilt als wahre Hochburg der Nudelkunst. Hier, wo seit Jahrtausenden Weizen angebaut wird und Händler einst Gewürze und Ideen aus fernen Welten brachten, entwickelte sich eine unvergleichliche Vielfalt an Teigwaren. Von den bei archäologischen Ausgrabungen entdeckten Hirse-Nudeln – über 4.000 Jahre alt – bis zu den berühmten, riemenbreiten Biangbiang-Nudeln reicht das Repertoire. Kräftig, mit Chiliöl, Knoblauch und Tomaten verfeinert, spiegeln sie den rustikalen Charakter Nordchinas wider.

Nach den köstlich subtilen Aromen das biang biang, tritt schnell wieder Ernüchterung ein. Auf dem muslimisch geprägten Nachtmarkt entfaltet sich schnell wieder das altbekannte Duftpanorama aus unheiliger Chiliöl-MSG mélange und brutzelnden „Thüringer” in Drehstab-Solarien. Zu unserem Bedauern erweisen sich außerdem gläserne Calamarie Spieße Lokalspezialität - ganze 800km entfernt von ihrer Heimat im Gelben Meer. Geschmacklose Bratkartöffelchen, der ewig selbe Fruchttee der uns auch hierhin verflogt und unappetitliche Verwertung von Innereien. Eine endlose Reprise des selben Themas.

Auch in Xi’an drängen sich uns wieder Bilder von Mensch-Hund Interaktionen auf. Es bestätigt sich die Vorliebe der Chinesen für kleinere Zuchtexperimente: Toypudel, Shiba Inus, Möpse, Pomeranian. Nur scheint den dehydrierten Begleitern die Küche ebensowenig zu munden wie uns, denn die abgemarterten Viecher müssen sich hier beim Koten dermaßen anstrengen, das ihnen dabei fast die dummen Äuglein aus den Fassungen springen. Die ariden Erzeugnis dieser Anstrengungen treten dann als kümmerliche Sultaninen zum Vorschein, die auf ihrem Ausweg - der aufgequollenen Ausgänge nach zu urteilen - zu Anal-Zisten führen.


Tag 9

Aufwachen im polaren Klima der überpotenten Anlage. Unsere achtzehnjährigen Zimmernachbarn, die hier in Xi’an eine Pause auf ihrer 3300-km-Reise von Hubei zum Studienort in Xinjiang einlegen, sind früh wach, um im Bahe fischen zu gehen. Wahrscheinlich wegen der frischen Calamari des Stands um die Ecke.

Morgendliche Räumungsaktion: Toni hilft einem Zahnlosen, ein modernes Moped zur Seite zu heben, damit sein camouflierter Kollege seine versiffte Ape-Interpretation davor parken kann. Dann wird die wacklige Konstruktion erst einmal himmelhoch mit Müllsäcken beladen.

Es beginnt eine Odyssee auf teerähnlichen Schmutzmeeren. Toni hat aus Verdruss gestern Abend gefastet, Appetit haben wir alle nicht wirklich. Schlachthaus-Ambiente, fermentierte, frittierte Fertigungen aller Art. Wir tasten uns an Zongzi 粽子 – ein in Maisblätter gewickeltes Reisdreieck mit wahlweise Bohnenpaste oder fermentierter Nuss-Pflaumen-Füllung – heran; darauf folgt Rou Jia Mo 肉夹馍, „der älteste Burger der Welt“: Lammfasern zwischen Pitabrot, und wir können bestätigen, so schmeckt er auch. Toni versucht es mit Lao zao dan hua 醪糟蛋花. Was auf dem Aushängeschild noch dem heimischen Milchreis ähnelte, ist in Wirklichkeit ein warmes Milchgetränk, in das rohes Ei sowie fermentierter Reis beigemischt wird, wonach man das Ganze mit Trockenfrüchten drapiert – und traditionell dann im Mülleimer versenkt. Der frittierte Sesamball mit süßer Bohnenfüllung und natürlich fermentierten Nüssen – zhimaqiu 芝麻球 – ist zwar durchaus genießbar, aber einfach nicht genug, um den Italiener aus seinem Hungerstreik zu befreien. Letzte Hoffnung: Guo Kui 锅盔. Lange Schlangen bilden sich vor zwei Lokalen, um unter dem bedrohlich grollenden Himmel die chinesischen Börek-Schnecken mit Hack- und Frühlingszwiebelfüllung – die von kundigen Händen kunstvoll in den elastischen Teig eingewoben werden – zu erwerben. Das reicht aus bis Mittag.

Neben den süßen kleinen Tischen unserer Rezeption, in der wir unseren verspäteten Espresso genießen, steht eine Kiste mit jadefarbenem Teppichfliesen-Kachelbezug. In der Mitte dieses Panoptikums kauert zitternd ein gestutzter Wellensittich, der ohne die Kraft seiner Flügel den eisblauen Blicken unserer lauernden Hauskatze ausgesetzt ist.

„Durch den sich Vögel werfen, ist nicht der vertraute Raum, der die Gestalt dir steigert. (Im Freien, dorten, bist du dir verweigert und schwindest weiter ohne Wiederkehr.) Raum greift aus uns und übersetzt die Dinge: daß dir das Dasein eines Baums gelinge, wirf Innenraum um ihn, aus jenem Raum, der in dir west. Umgib ihn mit Verhaltung. Er grenzt sich nicht. Erst in der Eingestaltung in dein Verzichten wird er wirklich Baum.“ (Rainer Maria Rilke, Durch den sich Vögel werfen)

Tonis Powerbank wird geliefert. 19 ¥ (2,28 €) kostet die 1400 Kilometer lange Expresssendung. Der NYPD-Sergeant hat sein Werk vollbracht – Chinas Winston Wolf. Tarantinos Ezekiel 25:17 verstummt 2.

Wir machen uns auf den Weg zur berühmten Terracottarmee. Am südlichen Fuße des Berges Lishan liegt das Mausoleum von Kaiser Qin Shihuang.

Das Design des Mausoleums folgt dem traditionellen Bestattungsritual „die Toten zu behandeln, als wären sie die Lebenden“ sowie den Prinzipien eine Hauptstadt zu schaffen und höchste kaiserliche Macht. So wurden Anlage und Ausstattung wie eine unterirdische Spiegelung des Reiches gestaltet – ganz ähnlich wie die Verbotene Stadt in Peking ein irdisches Abbild des Himmelsreiches war. Kurz: Alles, was der Kaiser im Leben besaß, wurde in die Erde übertragen. Ein zweites Reich, gebaut aus Lehm, Stein und Bronze.

Die Errichtung einer eigenen Gräberstadt, Liyi, begann schon zu Lebzeiten des Kaisers. 231 v. Chr. erwähnt der Große Historiker die Anlage dieser Siedlung, die einzig dem Mausoleum diente. 212 v. Chr. ließ Qin Shihuang 30.000 Haushalte dorthin umsiedeln, um den Betrieb dauerhaft zu sichern. Damit wurde ein Modell geschaffen, das die Han-Dynastie später fortführte: Städte, die keine Städte im eigentlichen Sinne waren, sondern Verwaltungs- und Versorgungsapparate des Todes.

Zu Beginn seiner Herrschaft leitete Qin Shihuang den Bau ein, der 38 Jahre dauerte und zu Hochzeiten über 700.000 Menschen beschäftigte. Das Museum spricht von „Sträflingen, Rechtsbrechern, die ihre Arbeit als Strafe verrichteten, und Handwerkern aus staatlichen wie lokalen Werkstätten“. Beim lesen der Museums-Begleittexte bemerkt Rafa eine Regung im Augenwinkel. – Wurde doch tatsächlich ein Selfievideo mit mir gerade gedreht – ein „so cool“ und weg war sie.

Insgesamt drei Gruben mit Terrakotta-Kriegern und -Pferden wurden etwa 1,5 Kilometer östlich des Mausoleums entdeckt. Sie bilden in ihrer Anordnung das chinesische Schriftzeichen 品 (pǐn), „Rang, Klasse“. Über 20.000 Quadratmeter, rund 8.000 Figuren, jede lebensgroß. Diese Armee, stationiert wie eine Garnison außerhalb der Hauptstadt, sollte den Kaiser im Jenseits beschützen – eine „Untergrundarmee“, deren Strenge und Detailtreue bis heute überwältigt.

Die Figuren, Pferde und Wagen sind lebensgroß und detailgenau modelliert: Rüstungen, Frisuren, Gesichter – alles ist individuell. Pit 1 zeigt eine klassische rechteckige Formation aus Infanterie und Streitwagen. Pit 2 mischt Kavallerie, Armbrustschützen und Wagenkämpfer. Pit 3, kleiner, dürfte als Kommandostand gedient haben. So ergibt sich ein organisches System, eine Armee in Ton, die der des Qin-Reiches gleicht.

Etwa 200 Meter südöstlich des Grabhügels fand man eine weitere Grube: Steinrüstungen, Helme, Zaumzeug. Sie bestehen aus blauen Steinplättchen, mit Bronzedraht verflochten. Jede Rüstung wiegt 18 Kilogramm – nicht für den Kampf gedacht, sondern als symbolisches Arsenal. Ihre Entdeckung füllt eine Leerstelle in der Archäologie: Denn lange glaubte man, die Qin hätten keine Helme besessen.

Auch ein kleiner Zoo hat sich im Lehm verewigt. Eine Figur zeigt einen Mann, der seltene Tiere hält. In den Gruben fand man Särge, in denen Tiere bestattet waren, mit Bronzeringen am Hals, an Seile gebunden. Vor den Schädeln standen Näpfe als Futtertröge. Aus Zähnen und Knochenfragmenten schloss man auf Rehe, Muntjaks, aber auch Allesfresser. Es war, als wollte der Kaiser auch im Jenseits exotische Bestien um sich haben.

Das Mausoleum verkörpert den Anspruch des Kaisers, China zu einen. Genau dieser Gedanke ermöglichte später den überregionalen Austausch, der zur Geburt der Seidenstraße führte. 3

Wir verlaufen uns noch in ein weiteres Museumsgebäude, das sich als Steinschmuck-Verkaufshalle entpuppt. Eine 50 Verkäuferinnen starke Armee, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, uns vom Fotografieren abzuhalten.

Wieder draußen treibt uns Tonis Hunger zu McDonald’s-Pommes welche Heimweh im Magen erwecken. Eine Sinnkrise spiegelt sich in Lukas‘ Augen. Er wird uns die nächsten Tage noch begleiten und Beijing hinauszögern.

Auf dem Weg zum Taxi bietet ein Händler dieselben Miniaturen der Terrakotta-Krieger an, die im Museumsshop für 190 ¥ verkauft werden – hier für einen Dollar das Stück. Rafa schaut desinteressiert, sagt, es sei zu teuer. Vor Verblüffung fällt der Verkäufer sofort auf 5 ¥, nach Kopfschütteln auf 3 ¥, Rafa geht weiter. „My friend, 1 ¥!“ (12 Cent). Das wäre Davids Gelegenheit gewesen, doch er griff nicht zu – und wir rätseln noch immer, warum.

Mittlerweile sitzen wir im Schnellzug nach Chengdu – hinein ins Herz Sichuans, jenes Land, das Brecht zum Schauplatz seines Guten Menschen von Sezuan erhob. Dort, wo Shen Te zwischen Güte und Überleben taumelt, bleibt trotz aller Härten ein offenes Ende.


  1. „How can they retrieve it“ „How can they retrieve it“ „Excuse me, can you order food to the train?“ „China Unicom SIM card plan“ „China Mobile sim card plan“ „You can speak into the phone“ „You write my Chinese characters, and he can recognize it.“ „I hate him today.“ „I hate him today.“ „I want to communicate with you, but I can’t communicate with you. This foreigner has a good personality.“ „Okay, maybe people don’t have stress? No.“ „This foreigner has a goddess.“ „It’s different, it’s not the same, it’s different. You are like a person sitting in that little coffee house, yes, yes, people can do it.“ „It’s not that people can sit for a day without worrying, we have to think about it after sitting for two hours, hey, it’s not yet, you kid, this child.“ „Ah, this is all sixteen or seventeen years old, right? College students, they are about 20 years old, 20 years old, 20 years old, 25 or 6 years old. International students, right? International students are here to play, they are coming, they can’t understand it.“ „If you thank the fighter expert Manager Park for registering a photo, oh oops, we have to learn a foreign language quickly in the car here, we have to learn a foreign language quickly, and we don’t understand other people’s languages.“ „You throw your phone at him.“ „Deutsche has a.“ „You translate it, and it will come out if you translate it.“ „Experimental crew speaks Chinese well.“ „Foreigners, they are very elegant, unlike us, who are not easy to communicate, you don’t know this person, I guess you, you don’t know your boss.“ „Ah, this person, you don’t know Putin, you don’t know it, it’s not Russian English.“ „There is a certain Russia, this is it.“ „President of Russia, Germany, you don’t know the Germans, the Germans said that this person does not know the German Putin.“ „They are Russia, Russia, he doesn’t know anyone.“ „Germans, Germans.“ „German.“ „Don’t.“ „Probably so.“ „German.“ „Germans look.“ „Don’t look at you.“ „Thomas. Thomas.“ „Some people also understand.“ „You will.“ „Who do you say?“ „Yeah, one of the.“ „It will definitely last for a day or two.“ „Martinez.“ „Ah, it’s still big, you know that the person you look at is big and handsome.“ „Big, this number looks good, and now we are also in Berlin.“ „It looks good now. Should I tell you?“ „Yes, he’s big.“ „Alas, Ula-ula, isn’t it?“ „Shoot, shoot.“ „I saw the whore“ „we’re going to come to kashish danzin“ ↩︎

  2. „The path of the righteous man is beset on all sides by the inequities of the selfish and the tyranny of evil men. Blessed is he who, in the name of charity and good will, shepherds the weak through the valley of the darkness. For he is truly his brother’s keeper and the finder of lost children. And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger those who attempt to poison and destroy my brothers. And you will know I am the Lord when I lay my vengeance upon you." The Quentin Tarantino Archives ↩︎

  3. Die Seidenstraße war kein markierter Weg, sondern ein Netz von Routen durch Wüsten, Berge und Steppen. Ausgangspunkt: Chang’an, das heutige Xi’an, unweit des Mausoleums. Kaiser Wu der Han entsandte 139 v. Chr. Zhang Qian nach Westen, der nach 13 Jahren mit Berichten über fremde Völker und Waren zurückkehrte. Von da an brachen Händler, Botschafter und Karawanen nach Zentralasien auf. Wo Qin Shihuang eine Armee aus Ton in die Erde stellte, machten sich die Han daran, Menschen, Ideen und Stoffe über Kontinente zu bewegen. ↩︎